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Wussten Sie eigentlich, dass Zinsen schon in Mesopotamien, im alten Griechenland und im antiken Rom verbreitet waren?
Zwar gab es im alten Mesopotamien noch kein Geld im heutigen Sinne, aber man kannte dort bereits Zinsen auf Silber und Gerste. Im antiken Griechenland und Rom gab es sogar schon Regelungen gegen Wucher, die Zinssätze schwankten nach Bonität des Darlehensnehmers und seiner allgemeinen wirtschaftlichen Lage.
Bis heute hat sich daran nicht viel verändert: Auch heutige Darlehenszinsen orientieren sich u.a. an der Bonität des Antragstellers und seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Aber was sind Zinsen eigentlich genau? Was beeinflusst sie? Und wann steigen und fallen sie?
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www.kreditkarten-vergleichen.deDefinition von ZinsUnter einem Zins versteht man generell ein Entgelt, das für die Nutzung von Sachgütern oder Geld erhoben wird. Der Schuldner, also der, der das Geld oder die Sachleistung erhält, muss seinem Gläubiger den zuvor vereinbarten Zins fristgerecht zahlen.
Grundlage dafür bildet ein Darlehensvertrag, der die Rechte und Pflichten von Gläubiger und Schuldner regelt. Dass diese Definition auf einen
Kredit zutrifft, dürfte den meisten Verbrauchern klar sein – aber trifft sie auch auf Zinsen zu, die für Spareinlagen u.ä. gezahlt werden?
Die Antwort darauf lautet: Ja, natürlich. Legt man Geld bei einer Bank oder Sparkasse an, stellt man dem Geldinstitut damit eine bestimmte Summe zur Verfügung, mit der das Geldinstitut arbeiten kann.
In diesem Fall ist die Bank also quasi in der Rolle des Schuldners, der Anleger in der Rolle des Gläubigers. Im Gegenzug für die Überlassung des Geldes erhält der Anleger eine Vergütung, den Zins.
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Wann steigen und fallen die Zinsen?Zinsen sind ein äußerst sensibles Marktinstrument: Durch ihre Koppelung an Leitzinssätze reagieren sie relativ schnell auf Veränderungen des Marktumfeldes – sie fallen oder steigen, in der Regel mit dem Trend der Wirtschaft. Zur exakten Erklärung der Vorgänge zieht man verschiedene Zinstheorien zu Rate.
Verallgemeinert kann gesagt werden: Kurzfristige Darlehen und Einlagen reagieren stärker auf Veränderungen des Leitzinses als langfristige Anlagen, die eher an die Kapitalmarktzinsen gekoppelt sind.
So erklärt sich auch, warum in der Finanzkrise 2008/09 in Folge diverser Leitzinssenkungen primär Zinsen bei Kurzfristanlagen wie Tages- oder Festgeld sanken, während sich die Veränderung beispielsweise bei Baudarlehen deutlich weniger zeigte.
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